TV Geislar 1925 e.V.

Ansprechpartner

2. Vorsitzender HSG Geislar-Oberkassel
Andreas Kurenbach 

Burbankstr. 23 
53229 Bonn
Tel. 0151-54002773 
eMail AKurenbach@gmx.de

 

Info
Handball wird bei der
HSG Geislar-Oberkassel
gespielt.

weitere Infos unter
www.hsg-geislar-oberkassel.de

 

Im Wandel der Zeit


Historisches

In den ersten Jahren des Bestehens trat der Verein nur turnerisch an die Öffentlichkeit. Hierzu verhalf an erster Stelle der Vereinswirt Muders, der dem Sport und der Jugend sehr aufge-schlossen gegenüber stand und seinen Saal zu Übungszwecken den Turnern zur Verfügung stellte. Doch was ist ein Verein ohne Vereinsfahne? Der Wunsch war groß, aber wer sollte diese bezahlen. Es dauerte noch bis zum April 1928,ehe die erste lang ersehnte Vereinsfahne unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und den befreundeten Vereinen eingeweiht werden konnte.

Da inzwischen auch die Jugend in immer größerer Zahl dem Verein beitrat, war es nur noch eine Frage der Zeit, dass auch hier - mit dem Vormarsch des Handballsports in unserem Gebiet - eine Handballmannschaft aufgestellt wurde. Dies geschah im Jahre 1929. Aber wo sollte man spielen? In Geislar war keine Gelegenheit vorhanden und nur durch das Entgegenkommen der DJK die einen Sportplatz zwischen Geislar und Meindorf besaß, konnten dort die ersten Spiele ausgetragen werden. Die, für den Handballsport wohl wichtigste Frage, nach einem Sportplatz, ließ den Verantwortlichen des Vereins keine Ruhe. Doch auch hier wusste der Vereinswirt Muders wieder Rat und Hilfe. Mit noch zwei Geislarer Bürgern stellten sie hinter dem Vereinslokal ihr Ackerland zur Verfügung. Hier begannen nun die Spieler und Mitglieder in ihrer Freizeit, ohne finanzielle Mittel und ohne fremde Hilfe, dieses Ackerland zu einem Sportplatz herzurichten.

Am 12. Juli 1931 wurde der Sportplatz eingeweiht.

Durch Trainingsfleiß, Kameradschaft, Einsatz- und SiegeswillenHandball, konnte der Erfolg nicht ausbleiben. In den Jahren 1934 und 1936 konnte die Mannschaft bereits die Kreismeisterschaft erringen. Schon nach kurzer Zeit konnte eine 1. Mannschaft und eine Jugendmannschaft aufgestellt werden, die bis zu Beginn des 2.Weltkrieges ebenfalls sehr gute Leistungen auf dem grünen Rasen zeigten. Bis 1942 wurde der Spielbetrieb notdürftig aufrechterhalten. Was in 15jähriger mühseliger Arbeit aufgebaut wurde, war vorerst zu Ende. Nach Beendigung des Krieges hatte der Verein 10 gefallene-, 4 vermisste- und 4 verstorbenen Mitglieder zu beklagen.

Trotz der schweren Schicksalsschläge, die der deutsche Sport und auch der Turnverein infolge des Krieges hinnehmen musste, begannen schon im Oktober 1945 die ersten heimkehrenden Kameraden unter den schwierigen Verhältnissen mit dem Wieder-aufbau des Vereins. Wie bei der Gründung stand der Verein wieder ohne Sportplatz da. Auch hier wurde ein Ausweg gefunden. Zu dieser Zeit hatten die englischen Besatzungssoldaten an der Burg Lede am Ortseingang auf einer Weide einen Sportplatz herge-richtet und spielten dort Fußball. Nach Verhandlungen mit dem Kommandeur der Einheit erhielt man von diesem die Erlaubnis, den Platz für die Spiele zu benutzen. Als die Engländer abzogen, wurde der Platz vom Eigentümer wieder als Weide benutzt. Man stand wieder einmal am Anfang.

Erneut war es der alte, verdienstvolle Vereinswirt Muders, der seinen Acker hinter dem Vereinslokal zur Verfügung stellte. Das Gelände wurde wieder als Sportplatz hergerichtet. Sportplatz war in diesem Falle wohl etwas zu viel gesagt, denn als "Mudesacker" wurde er im ganzen Kreisgebiet nicht gerade angenehm bekannt. Aber es blieb ja auch nur eine Notlösung.

Zwischen Geislar und Vilich-Müldorf lag an der Bahn eine ehemalige Kiesgrube der Bundesbahn. Nach Verhandlungen mit der Bahn wurde dieses "Loch" in Pacht genommen. Aber auch hier musste zuerst wieder alles behelfsmäßig instandgesetzt werden, um den Spielbetrieb aufnehmen zu können. 

Handball 01 Einen Vorteil hatte der Platz aber doch. Die Zuschauer konnten rundherum von den "Rängen" die Spielen von oben betrachten. Auch hier hatte der Volksmund in Handballkreisen wieder schnell einen Namen für den Platz zur Hand. Im "Geislarer Loch" wurde mancher Mannschaft das Leben schwer gemacht und viele Siege errungen.

Als Chronist und ehemaliger aktiver Spieler der 1. Mannschaft möchte ich behaupten, dass die Spieljahre im "Geislarer Loch" mit zu den schönsten und spannendsten gehörten, wenn auch die ganz großen Erfolge auf dem neuen Sportplatz erzielt wurden. Wer sich heute noch von den Alten' an diese Zeit erinnert, mit welcher Freude und Idealismus die Spieler, aber auch die Zuschauer, bei der Sache waren, ganz gleich, ob man mit dem Fahrrad nach Troisdorf, Siegburg oder Godesberg fahren musste, dem wird heute noch das Herz vor Freude aufgehen.

Dem Großkampftag1956 Handballturnier Mayen gegen den Turnerkreis Nippes (Oberliga) zum Beispiel – man lese und staune - folgten 600 Zuschauer von den Rängen mit Begeisterung. 

Da die Zahl der Mitglieder laufend stieg und mittlerweile 4 aktive Handballmannschaften und 2 Turnerriegen bestanden, begann der damalige Geschäftsführer Josef Schumacher schon einige Wochen nach dem Stiftungsfest, Verhandlungen mit der Gemeinde Beuel, dem Regierungspräsidenten und dem Deutschen Sportbund. Es ging erneut um die Gestaltung eines neuen und größeren Sport-platzes, da beim besten Willen der Spielbetrieb im "Loch" an der Bahn nicht mehr durchgeführt werden konnte. Durch zähe Verhandlungen des Geschäftsführers Josef Schumacher und des Vorsitzenden Jakob Maagh, aber auch durch die immer wieder erscheinenden und aufrüttelnden Berichte in der Presse durch Hanno Schatz, brachten dann Anfang 1951 den ersten Erfolg.

Am Grünen Weg stellte die Gemeinde Beuel dem Verein ein günstiges Gelände zur Verfügung. Von den Spielern und Inaktiven wurde in wochen- und monatelanger Arbeit mit großem Idealismus Abend für Abend gearbeitet, um das Sportgelände herzurichten. Eine große Hilfe erhielt der Verein hierbei durch den Geislarer Landwirt Johann Heinrich Schütz und Jugendwart des Vereins, Paul Krieger, die kostenlos durch Arbeit sowie Gestellung von Pferden und Geräten großen Anteil am Gelingen dieser Arbeit hatten. Am 14. Oktober 1951 war es dann soweit. Handballer, Turner, die Bevölkerung und viele befreundete Vereine hatten sich zur Einweihung des Platzes eingefunden. Nach der Einsegnung durch Pfarrer Dr.Dr. Molitor wurde mit Handballspielen der 5 Mann-schaften die Einweihung begangen und mit einem großen Festball im Saale Muders- Schumacher und großer Beteiligung der Bevölkerung zum Abschluss gebracht.

1961 Altherrenturnier 1FC KölnJetzt konnte endlich auch ein geregelter Spiel- und Trainingsbetrieb stattfinden. Bereits sechs Mannschaften meldete der TV Geislar und stand damit zahlenmäßig an der Spitze des Kreises Bonn. 

1957 schlossen die älteren aktiven Spieler sich in einer Alt-herrenmannschaft zusammen, um mit befreundeten Vereinen Freundschaftsspiele auszutragen und um auch an Alterherrenturnieren teilzunehmen. Inzwischen hatte man mit der ehemaligen Stadt Beuel Verhandlungen begonnen, um auf dem neuen Sportplatz Dusch- und Umkleidekabinen zu bauen.

Seit 1962 wurde anHandball 50iger Jahre 01 zwei Tagen im August auf dem Sportplatz ein Großfeld-Handball-Turnier ausgetragen. Ab 1965 wurde das Turnier im Gedenken an Hans Preute (ein mit 23 Jahren viel zu früh verstorbenes, talentiertes Geislarer Handballtalent) als "Hans Preute Turnier" ausgetragen. Aus diesem Turnier entwickelte sich dann die über die Stadtgrenzen hinaus bekannte "Geislarer Sportwoche".

Aber die Zeit blieb nicht stehen. Der Spielbetrieb ging weiter. Die zurückgestellten Verhandlungen mit der Stadt Beuel bezüglich des Baues von Umkleidekabinen konnten endlich erfolgreich abgeschlossen werden. Mitte 1965 wurde der Startschuss zum Beginn der Arbeiten gegeben. 1966 konnten dann zur großen Freude des Turnvereins die neuen Dusch- und Umkleidekabinen ihrer Bestimmung übergeben werden.

1972 Handball Kreismeister 2HerrenDie Spielstärke unserer A-Jugend wurde über den Handbalverband Mittelrhein hinaus bekannt, so dass jährlich Einladungen zu hervorragend besetzten Turnier um den, "Steinernen Handball" in Mayen erfolgten. Nach einem 3. bzw. 4. Platz konnte 1963 erstmalig und bisher einmal der Turniersieg und somit der "Steinerne Jugendhandball" mit nach Geislar genommen werden. Väter dieses Erfolges waren der damalige Jugendleiter Klaus Waffenschmidt und der Trainer Peter Kraus.

1970 hielt die Emanzipation Einzug im TV Geislar. Erstmalig konnte eine Damenmannschaft zur Handballmeisterschaft angemeldet werden.

1971 erreichte die 1. Mannschaft den Aufstieg in die Feldhandball-Landesliga. Dieser Erfolg war nicht zuletzt auf die erfolgreiche Arbeit unseres beliebten Trainers Josef Schneider zurückzuführen. Aufgrund von nachlassendem Interesse am Feldhandball wurde nach 1973 auch auf Kreisebene festgelegt, dass in Zukunft kein Feldhandball mehr ausgetragen werden soll, somit war unserem Verein das Feldhandballspiel genommen.

 

1978 HB Aufstieg Verbandsliga

Handball Damenmannschaft etwa 1975

In der Folge verzog sich der Handball in die Sporthallen: Der Hallenhandball war geboren und zieht bis heute

 (oder gerade wieder heute) die Menschen an. So auch in Geislar: Der Umstieg vom Feld in die Halle wurde Anfang der siebziger Jahre problemlos bewältigt und die damalige Spielstätte in der Ringstraße in Bonn-Beuel hatte einiges von der "Kiesgrube" übernommen, auch sie war eng und die Zuschauer konnten von oben Einfluss auf den Gegner nehmen. So erstaunte es nicht, dass der Geislarer Handball damals in der Verbandsliga große Erfolge feiern konnte. Erfolge, die erst vor kurzer Zeit wiederholt werden konnten (2014 Aufstieg in Verbandsliga, 2016 Aufstieg in Oberliga). 

 
1976 nahmen vier Senioren- (drei männlich, eine weiblich), eine Mädchen- und vier Jungenmannschaften (A-, B-, C- und D-Jugend) am Spielbetrieb mit großem Erfolg teil. Die erste Herrenmannschaft wurde ungeschlagen Kreismeister und stieg in die Landesliga auf. 1977/78 wurde dann unter Trainer Gerd Domnik der Aufstieg in die Verbandsliga erreicht. Bei den Jugendlichen konnte die A-Jugendmannschaft die Hallenmeisterschaft 76/77 für sich entscheiden. In 1977 gingen 21 Spieler der B- und A-Jugend auf große Fahrt. Ziel war das internationale Handballturnier in Göteborg/Schweden. Im Vergleich mit insgesamt vierzig Mannschaften konnte unsere Mannschaft dort den dreizehnten Platz erringen. Die Jugendlichen und die Betreuer haben viele schöne Eindrücke von der Fahrt mit nach Hause gebracht.  

Die 80er und 90er Jahre des letzten Jahrtausends

Herrenmannschaft 1993

1980 HB Meister weibl ADie ersten Herren spielten Anfang der 80er Jahre in der Verbandsliga. Daneben spielten 1980 noch zwei weitere Herrenmannschaften, eine Damenmannschaft, zwei weibliche und vier männliche Jugendmannschaften. 1982 wurde der "Mini-Handball" in das Angebot aufgenommen, und sehr gut angenommen. Mädchen und Jungen ab sechs Jahre spielen in solch einer Mannschaft zusammen. 1983 mussten unsere ersten Herren aus sportlicher Sicht den Abstieg in die Landesliga verkraften. Dieser Umstand wurde dann aber in der darauf folgenden Saison wieder egalisiert. Die Mannschaft konnte wieder aufsteigen. Einen ähnlichen Erfolg konnte unsere erste Damenriege verbuchen. Sie stieg im gleichen Jahr in die Landesliega auf. Der TV Geislar machte in dieser Phase seinem Herkunftsort, "Handballdorf Geislar", alle Ehre. Bis einschließlich 1988 konnte unsere Erste in der Verbandsliga mithalten. Den Abstieg in diesem Jahr (1988) konnte sie erst 2014 wieder rückgängig machen. Im gleichen Jahr errangen sowohl die männliche B-Jugend, als auch die erste Minimannschaft den Titel des Kreismeisters.

In den 80er Jahren zog der Verein dann um und führte seine Spiele in der neuen Sporthalle der Gesamtschule Beuel durch. Diese Halle war wesentlich größer, was dem Trainingsbetrieb sehr gut tat, was aber auch auf die Stimmung bei den Handballspielen drückte. Anfang der 90er Jahre zeigte sich aber allgemein ein Einbruch beim Nachwuchs. Es wurde es immer schwerer, Jugendliche zum regelmäßigen Mannschaftssport zu motivieren. So folgte 1993 ein von vielen Außenstehenden viel belächelter Schritt: Der TuS Oberkassel als Beuels südlichster Verein und der TV Geislar als Beuels nördlichster Verein legten Ihre Handballabteilungen in der HSG Geislar-Oberkassel zusammen. Nachdem die ganz großen Erfolge der Herren Ende der 80er Jahre zu Ende gegangen waren, begann die Erfolgsstory der Damen. Lange Jahre konnte sich die 1. Damenmannschaft in der Landesliga halten und sogar 1996 in die Regionalliga aufsteigen. Gleichzeitig errang die weibl. B-Jugend 1995 die Mittelrheinmeisterschaft und wiederholte 1997 diesen Erfolg bei der weibl. A-Jugend.

 Damenmannschaft 1993

 Doch nicht allen Mannschaften war es vergönnt um Meisterschaftsehren zu spielen. Erwähnt werden soll hier ein einmaliger Zusammschluss von A-Jugendmannschaften, in 1996, zur "GEODOKÖ", zur Spielgemeinschaft der Spielgemeinschaften Geislar-Oberkassel und Dollendorf-Königswinter. Nur so war es möglich, für die A-Jugendlichen beider Vereine eine spielfähige Mannschaft zusammen zu bringen.

Im Jubiläumsjahr 2000 spielten insgesamt drei Herren- zwei Damen-, zwei männliche Jugend-, drei weibliche Jugend-, zwei gemischte E-Jugend- und drei Minimannschaften in den verschiedenen Meisterschaftsrunden. 

(Bis hierher unter maßgeblicher Mitwirkung von Wolfgang Müller)

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